Leuchtturm-Projekt der Bayer AG

Durch die Kreislaufführung von Eisen-(III)-chlorid wird der Chemiekonzern die CO2-Bilanz der Herstellung eines Fungizids um ca. 9000 Tonnen/Jahr reduzieren.

Am Standort Dormagen plant die Bayer AG das am Ende eines Prozessschritts in wässriger Lösung enthaltene Eisen(II)-Chlorid zu Eisen(III)-Chlorid aufzubereiten und dem Prozess wieder als Rohstoff zuzuführen. Der so entstehende Kreislauf reduziert den Rohstoff- und Hilfsmitteleinsatz sowie die Abfallströme um ca. 95 Prozent.

Die Einsparungen bei den CO2-Emissionen in der vorgelagerten, energieintensiven Chloralkali-Elektrolyse sowie bei der nachgelagerten Schlammverbrennung fallen dabei weitaus höher aus als durch den zusätzlichen Dampfeinsatz im Prozess selbst verursacht werden. In Summe werden so ca. 9.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Das Projekt der Bayer AG veranschaulicht eine Lösung für eine der zentralen Herausforderungen der chemischen Industrie: die Kreislaufführung von Rohstoffen. Dabei nimmt der Konzern eine ganzheitliche Sichtweise auf die gesamte Produktkette ein, die über die eigenen Betriebsgrenzen hinausreicht. Aufgrund der zu erwartenden hohen CO2-Einsparungen in Verbindung mit einer hohen Wirtschaftlichkeit steht das Projekt beispielhaft dafür, dass Klimaschutz und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand gehen können.

Eine vollständige Darstellung des Projektes erarbeitet die dena derzeit gemeinsam mit dem Unternehmen. Diese wird demnächst an dieser Stelle veröffentlicht.

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