Ziele und Inhalte

Klimaschutzpotenziale der Industrie nutzen

Auf den Sektor Industrie entfallen fast 30 % des Endenergieverbrauchs in Deutschland. Derzeit werden erhebliche CO2-Einsparpotenziale noch nicht genutzt, obwohl sie mit verfügbaren Technologien erschlossen werden könnten. Damit die Energiewende in Deutschland gelingen kann, müssen Industrieunternehmen noch effizienter mit Strom und Wärme umgehen und ihren verbleibenden Bedarf weitestgehend aus erneuerbaren Energien decken.

Kern des Industrie-Leuchttürme-Projekts ist die Begleitung und Unterstützung von 13 Leuchtturmprojekten von der Maßnahmenplanung über die Beantragung staatlicher Fördermittel bis zur Umsetzung und Inbetriebnahme. Dabei werden Erfolgsfaktoren und Hürden bei der praktischen Umsetzung von Maßnahmen identifiziert und die Unternehmen bei der Lösungsfindung unterstützt. Die Leuchtturmprojekte sollen mit den jeweils gemachten Erfahrungen bundesweit bekannt gemacht werden.

Über die Leuchtturmprojekte hinaus wird der Dialog und Wissenstransfer zu Energieeffizienz- und Klimaschutzpotenzialen in der Industrie befördert. Dazu werden Informationsmaterialen zum Förderprogramm und Branchenkurzleitfäden erstellt, Branchenfachveranstaltungen durchgeführt, Vorträge auf Regionalveranstaltungen gehalten sowie ein begleitendes Bund-Länder-Netzwerk gepflegt.

Weitere Bestandteile des Projekts sind die Aufbereitung und Dokumentation der aus den Leuchtturmprojekten, Dialogen und Informationsaufbereitungen gewonnenen Erkenntnisse zu Hemmnissen und Hürden bei der Projektumsetzung sowie die Ableitung von Empfehlungen zur Verbesserung der Förderbedingungen.

Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) umgesetzt. Um eine zielgruppengerechte Ansprache und branchenspezifische Kommunikation zu ermöglichen, kooperiert die dena außerdem fachlich mit den vier Bundesverbänden der Schwerpunktbranchen des Projekts: dem  Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK), dem Bundesverband Glasindustrie (BV Glas) sowie dem Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG). Die Zusammenarbeit umfasst insbesondere den inhaltlichen Austausch zu Möglichkeiten der CO2-Einsparung in Unternehmen und zur Nutzung von Förderprogrammen, zum Beispiel im Rahmen von Fachveranstaltungen oder bei der Erstellung von Publikationen.