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Die Deutsche Energie-Agentur zeigt in ihrem Projekt "Leuchttürme CO2-Einsparung in der Industrie" gangbare Wege zur Energie- und CO2-Reduktion in der Produktion auf.

Das Leuchtturmprojekt

Für die unternehmerische Praxis bedeuten die Klimaschutzziele der Bundesregierung echte Chancen, gleichzeitig jedoch auch enorme Herausforderungen. Insbesondere Industrieunternehmen sehen sich mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihren Energiebezug, die eigene Energieumwandlung sowie die laufenden Produktionsprozesse grundlegend umzustellen. In vielen Bereichen, zum Beispiel der Prozesswärmeerzeugung und -nutzung sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien, bestehen zwar noch erhebliche Klimaschutzpotenziale, doch die “Low hanging fruits” sind bereits geerntet. Daher werden zunehmend technisch komplexe Maßnahmen erforderlich, die sich aufgrund hoher Investitionskosten häufig nicht sofort wirtschaftlich realisieren lassen.

Mit dem Projekt „Leuchttürme CO2-Einsparung in der Industrie“ zeigt die Deutsche Energie-Agentur (dena) gangbare Wege zur Energie- und CO2-Einsparung in der Produktion. Im Fokus stehen dabei Maßnahmen,

die mit marktgängigen Technologien realisiert und für die Mittel aus der neuen Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft bereitstehen. Über einen Zeitraum von drei Jahren begleitet die dena insgesamt 13 vorbildhafte Projekte zur Minderung klimaschädlicher Emissionen und macht sie branchenweit bekannt. Auf diese Weise können Erfolgsmuster für die Senkung klimaschädlicher Emissionen auf weitere Unternehmen übertragen werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf vier energieintensiven Branchen: der chemischen Industrie, der Kunststoffverarbeitung, der Glasindustrie und der Gießereiindustrie.

Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) umgesetzt. Um eine zielgruppengerechte Ansprache und branchenspezifische Kommunikation zu ermöglichen, kooperiert die dena außerdem fachlich mit den vier Bundesverbänden der Schwerpunktbranchen des Projekts: dem  Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK), dem Bundesverband Glasindustrie (BV Glas) sowie dem Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG). Die Zusammenarbeit umfasst insbesondere den inhaltlichen Austausch zu Möglichkeiten der CO2-Einsparung in Unternehmen und zur Nutzung von Förderprogrammen, zum Beispiel im Rahmen von Fachveranstaltungen oder bei der Erstellung von Publikationen.


 

Mehr zum Projekt

Rund 866
Mio. Tonnen Treibhausgase
setzte Deutschland 2018 frei
29 %
beträgt der Anteil der Industrie
am Endenergieverbrauch Deutschlands
55 %
weniger Emissionen
heißt das deutsche Klimaziel für 2030
Rund 85 %
Anteil fossiler Brennstoffe
als Emissionsquelle

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